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Die Schilddrüse








(Kropf)

(Hyperthyreose)
-

(Hypothyreose)

Allgemeines

Die Situation in Deutschland zeigt, dass 10% der Bevölkerung eine als Kropf vergrößerte Schilddrüse aufweisen. Im Alter steigt die Rate sogar auf 40-50% an (Quelle: Allolio, Schulte; Praktische Endokrinologie, 1996, S.149). Davon könnte vielen durch eine rechtzeitige Behandlung geholfen werden. Zur Zeit werden immer noch 100.000 Schilddrüsen-Operationen jährlich durchgeführt, von denen viele vermeidbar wären (Forum-Schilddrüse). Die Neuerkrankungsrate an Schilddrüsenüberfunktion beträgt 30-50.000/Jahr.

Bau und Funktion der Schilddrüse

Die Schilddrüse liegt, wie der Name schon sagt, wie ein Schild vor der Luftröhre. Sie hat ein schmetterlingsförmiges Aussehen und wiegt bei Frauen bis zu 18 und bei Männern bis zu 25 Gramm.
Die Schilddrüse sondert ihr Sekret nach innen ab, in das Gewebe und von da ins Blut. Diese Sekrete heißen Hormone. Die Schilddrüsen-Hormone sind unverzichtbar. Entscheidender Bestandteil der Hormone ist das Jod, das über Wasser und Nahrung aufgenommen wird. Aus Jod und Eiweißbausteinen baut die Schilddrüse Trijodthyronin und Tetrajodthyronin, kurz T3 und T4 genannt. Diese Hormone werden je nach Bedarf an den Körper abgegeben.
Die Hormone fördern die Entwicklung und das Wachstum, steigern die Stoffwechselvorgänge und Energieumwandlung, außerdem sind sie für die Entwicklung des zentralen Nervensystem und der geistigen Entwicklung von großer Bedeutung. Auf den Nenner gebracht: Eine Einbuße ihrer Funktion bremst die körperlichen und psychischen Lebensvorgänge, eine Steigerung beschleunigt diese.


Jodmangel

In Deutschland nimmt die Bev�lkerung gerade einmal 1/3 der empfohlenen Dosis zu sich. Die Empfehlung lautet 150 - 200 Mikrogramm/Tag. In Zeiten hormoneller Umstellung, wie Pubert�t, Schwangerschaft und Wechseljahre ist der Bedarf sogar noch h�her. Frauen sind durch ihren monatlichen Zyklus deshalb 3 mal so h�ufig betroffen wie M�nner.(Pfannenstiel etal, Schilddr�se, 1999, S. 99-100)

Warum ist Deutschland ein Jodmangelland?
Die Schmelzwasser der letzten Eiszeit haben der Erde das Jod entzogen und in die Ozeane gesp�lt. Deshalb reicht das �ber die Nahrung und Trinkwasser zugef�hrte Jod nicht aus.

Es ist leicht die Jodzufuhr zu erh�hen
Verwenden sie im Haushalt nur noch jodiertes Speisesalz. Dieses gibt es in jedem Lebensmitteleinzelhandel zu kaufen. Da industriell hergestellte Lebensmittel meist noch nicht mit Jodsalz gew�rzt werden, reicht die Zufuhr �ber den Hausgebrauch nicht aus, um den Bedarf zu decken. Dar�ber hinaus bedeutet eine hohe Salzzufuhr die Gefahr von Bluthochdruck und den damit verbundenen Herz-Kreislauferkrankungen.

Wichtigste Quelle um die Jod-Zufuhr zu steigern ist jedoch der Fisch aus dem Meer (Rotbarsch, Seelachs, Makrele. Kabeljau), also keine S��wasserfische, wie z.B. Forellen. Bei einem Verzehr von 2 mal in der Woche einer Portion Seefisch brauchen Sie sich �ber einen Jodmangel keine Sorgen zu machen. Der Verzehr sollte m�glichst aus frischem Fisch sein oder aus tiefgefrorener Ware bestehen, da verarbeitete Produkte kaum mehr Jod enthalten. Braten vernichtet weniger Jod als Kochen.

Unterteilung der Schweregrade des Jodmangels anhand der Jodausscheidung im Urin (WHO)

Grad I

Ausscheidung von 50-150g Jod/g Kreatinin

Grad II

Ausscheidung von 25-50g Jod/g Kreatinin

Grad III

Ausscheidung unter 25g Jod/g Kreatinin

In Deutschland besteht ein Jodmangel I. oder II. Grades. Die mittlere Jodausscheidung im Urin betr�gt in Deutschland meist zwischen 40-60g/g Kreatinin.

(Quelle: Allolio, Schulte; Praktische Endokrinologie, 1996, S. 149)

Jodmangelstruma (Kropf)

Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass das fr�her berichtete erh�hte Kropf- vorkommen in den s�dlichen Bundesl�ndern im Vergleich zu den n�rdlichen Bundesl�ndern nicht besteht. Etwa 50% der Menschen beheben ihre Jodarmut mit einem Kropf. Ein Jodmangel-Kropf entsteht, wie der Name sagt, aus dem Mangel an Jod. Steht nicht genug Jod zur Verf�gung, kann kein Schilddr�senhormon gebildet werden. Folglich sinkt der Spiegel im Blut. Dieser Mangel wird an das Gehirn zur�ck gemeldet, das die Schilddr�se animiert mehr Hormone f�r den Stoffwechsel zu produzieren. Um sich dieser Situation zu stellen w�chst die Schilddr�se, um auch das letzte Jod des K�rpers auszunutzen. Es entsteht also aus einem Zuwenig an Jod ein Zuviel an Gewebe. Das hei�t, die Schilddr�se versucht bei einem dauerhaften Jodmangel diesen �ber ein Wachstum zu kompensieren.


Einteilung der Kropfgr��e anhand des Tastbefunds nach Empfehlung der WHO

Grad I

Tastbarer Kropf

Grad Ia

Nicht sichtbar beim Zur�ckbiegen des Kopfes

Grad Ib

Sichtbar beim Zur�ckbiegen des Kopfes

Grad II

Bei normaler Haltung sichtbarer Kropf

Grad III

Sehr gro�er Kropf, schon auf Entfernung sichtbar

(Quelle: Allolio, Schulte; Praktische Endokrinologie, 1996, S. 148) 

Wie lange ein Kropf w�chst, h�ngt wohl vom Grad der Jodverknappung ab und davon, in welchem Ma�e das Joddefizit die Schilddr�se zum Wachsen zwingt. Wann aber ein Jod- mangelzustand erreicht ist und wann noch nicht, ist individuell definiert. Die F�higkeit der Zellen zur Jodverwertung ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein Kropf kann viele Jahre bestehen, bevor es zu Fehlfunktionen kommen kann. Behandelt man ihn nicht, treten diese fast immer auf, z. B. als Schilddr�sen�berfunktion.


Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Werden in der Schilddr�se zu viele Schilddr�senhormone gebildet, dann kommt es zu einer �berschwemmung des K�rpers mit Schilddr�senhormonen, und es entsteht das Krank- heitsbild der Schilddr�sen�berfunktion (Hyperthyreose).

Diese Beschwerden k�nnen bei Schilddr�sen�berfunktion auftreten

Gewichtsabnahme

Appetitsteigerung

Anstieg der Herzfrequenz

Nervosit�t, Unruhe

H�ufiger Stuhlgang

W�rmeunvertr�glichkeit, feuchte Haut

Haarausfall

M�digkeit

Muskelschw�che

Zyklusst�rungen

(Quelle: Pfannenstiel etal; Schilddr�se, 1999, S. 134-136)

Herz-Kreislauf-System:

Schneller und manchmal unregelm��iger Puls, leicht erh�hter Blutdruck.

Haut:

Die Haut ist warm, samtartig, Sie schwitzen viel. K�hlere R�ume werden bevorzugt, Betroffene kleiden sich leicht. Die N�gel brechen leicht und beim k�mmen ist ein hoher Haarverlust zu verzeichnen. Das Haar ist seidenweich, es "sitzt" nicht .

Magen-Darm:

Neigung zu Durchf�llen oder h�ufigen Stuhlentleerungen. Der fr�her festgeformte Stuhl ist jetzt weich.

Muskulatur und Knochensystem:

M��iggradige Osteoporose m�glich, Muskelschw�che, Muskelschmerzen und Spannungs- gef�hl.

Blut:

Leichte Blutarmut

Hormonsystem und Stoffwechsel:

Menstruationsst�rungen, Verminderung von Libido und Potenz Bei unzureichender Behandlung in der Schwangerschaft drohen Aborte, Fr�hgeburten oder Missbildungen.

Nervensystem:

Es tritt Nervosit�t auf. Sie k�nnen sich schlecht beherrschen. Unruhe, unmotivierte Bewegungen und Schlafst�rungen sind h�ufig. Die Erregbarkeit kann sich zu schweren psychotischen Zust�nden steigern.

Kropf:

Oft besteht eine Schilddr�senvergr��erung, oder sie bildet sich gleichzeitig mit der �berfunktion. Ein sichtbarer Kropf kann auch mal fehlen.

Augen:

Bei Morbus Basedow kann Tr�nenfluss, Fremdk�rpergef�hl, Lichtscheuheit, R�tung und hervortreten der Augen auftreten.

Die Schilddr�sen�berfunktion ist z.B. Ausdruck sich selbstst�ndig gemachter Schilddr�senareale, die sich vom Gewebe abgrenzen und autonom werden. Sie kann aber auch von einem Morbus Basedow verursacht sein. Insgesamt machen diese beiden Krankheiten 95% der Hyperthyreosen aus.

Ursachen der Schilddr�sen�berfunktion

Immunthyreopathie (Morbus Basedow)

Autonomie

Entz�ndung

Sekund�re Hyperthyreosen

Hormonproduktion au�erhalb der Schilddr�se: z.B. Karzinometastasen

Von au�en verursachte Hyperthyreose: z.B. Medikamente

 (Quelle: Allolio, Schulte; Praktische Endokrinologie, 1996, S. 168)

Autonomie

Unter dem Begriff Autonomie versteht man die Unabh�ngigkeit bestimmter Funktionen von regulativen Einfl�ssen. Bei der Schilddr�se entziehen sich die Zellen der Regulation und bilden ungehemmt Hormone. Diese Zellen werden zu "Knoten", die vor Produktionseifer hei�laufen. Die Autonomie kann als einzelner Knoten (unifokale Autonomie oder autonomes Adenom) in Form von mehreren Knoten (multifokale Autonomie) oder als verstreuter Zellhaufen (disseminierte Autonomie) vorkommen. Eine Autonomie entwickelt sich zwar bevorzugt in �lteren Kr�pfen, findet aber nicht selten auch in normal gro�en Schilddr�sen statt. Also sind auch Menschen ohne Kropf nicht vor einer �berfunktion durch Autonomie sicher.

Morbus Basedow

Wenn hinter der �berfunktion keine Autonomie steckt, spricht vieles daf�r, dass ein Morbus Basedow vorliegt. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Autoimmun- erkrankung: Dabei werden verschiedene Abwehreiwei�e (Antik�rper) der k�rpereigenen Polizei gegen die Zellen der Schilddr�se gebildet. Das hei�t, das Immunsystem, sonst Sch�tzer gegen Krankheiten, die von au�en und innen �ber den K�rper hereinbrechen, ist hier selbst ein Glied der Ursachenkette. Die Schilddr�se "denkt", dass es sich bei den Antik�rpern um stimulierendes Schilddr�sensteuerhormon (TSH) handelt und geht in die Produktion von Hormonen. Dadurch kommt es zur �berfunktion. In 60 % der F�lle haben Patienten mit der Basedow'schen Krankheit stark hervortretende Aug�pfel. Auf dem Lymphwege dringen diese Abwehreiwei�e in die Tiefe der Augenh�hlen vor. Auch hier l�uft der autoimmune Prozess ab. In seltenen F�llen ist ein drittes Areal betroffen: Die vordere Hauptpartien der Unterschenkel. Warum die k�rpereigene Polizei sich pl�tzlich selber angreift, ist noch nicht gekl�rt. Die Ursache steckt wohl zum einen in den Genen, aber auch psychische und hormonelle Prozesse scheinen eine Rolle zu spielen.

Die h�ufigsten Befindenst�rungen bei der Basedow'schen Krankheit sind psychischer Natur.

 

Behandlung der Schilddr�sen�berfunktion

Medikamentöse Therapie

Der Morbus Basedow neigt als Autoimmunerkrankung zur Selbstheilung. Zur �berbr�ckung bis zur R�ckbildung der Krankheitsprozesse ist die medikament�se Therapie sinnvoll. Beim Morbus Basedow wird deshalb die thyreostatische Langzeittherapie bevorzugt. Die Dauer des Bestehens ist von entscheidender Bedeutung f�r die Auswahl der optimaler Therapie- form. Patienten mit "frischer" Hyperthyreose wird man in der Regel medikament�s be- handeln. Bestehen nach 1-2 Jahren noch Hinweise, dass unbehandelt immer noch eine Hyperthyreose vorliegen w�rde, sollte eine operative Therapieform in Betracht gezogen werden. Thyreostatika sind Schilddr�senhemmer, die die Hormonproduktion drosseln, indem sie die Schilddr�se an der Jodaufnahme hindern.

Die Autonomie bildet sich unter Thyreostatika nicht zur�ck, insofern dient hier die Thyreostatika-Therapie in der Regel als Vorbereitung einer definitiven Therapie (Operation oder Radiojod).

Schilddr�senhemmer drosseln die Herstellung der Hormone, aber nicht die, die bereits produziert wurden und im "Lager" sind. Von daher tritt eine verz�gerte Wirkung ein. Eine Zeit lang, die von ein bis drei Wochen reicht, bleiben die beunruhigenden Symptome bestehen. Manchmal werden neben Schilddr�senpr�paraten auch Beruhigungsmittel verordnet. Die Einstiegsdosis richtet sich nach dem Patienten und dem Wirkstoff des Schilddr�senhemmers. Wenn sich nach 4 - 6 Wochen die Beschwerden normalisieren, wird die Dosis des Schilddrüsenhemmers unter ärztlicher Kontrolle so vermindert, dass die Schilddrüsenhormone im normalen (euthyreoten) Bereich und das schilddrüsenstimulierende Hormon (TSH) im unteren Normalbereich liegen.


Schwangerschaft und Stillzeit  

Eine m�tterliche Hyperthyreose w�hrend der Schwangerschaft kann einhergehen mit einer erh�hten Fehlgeburts- und Missbildungsrate. In der 10-14. Schwangerschaftswoche beginnt die Hormonproduktion des Fetus. Die Dosis eines thyreostatischen Medikamentes muss m�glichst niedrig gehalten werden. Im letzten Schwangerschaftsdrittel bessert sich eine Hyperthyreose oft spontan.

In der Stillzeit ist eine Jodtherapie bei Jodmangelkropf nur gut. Schilddr�senhemmmer aber gehen in die Muttermilch �ber. In der Stillzeit ist das Thyreostatikum Propylthiouracil das Mittel der Wahl (Fachinformation Propycil, Punkt 5 Gegenanzeigen), da die Konzentration der Milch h�chstens ein Zehntel der m�tterlichen Blutserum-Konzentration betr�gt.

Nichts desto trotz sollten die Gyn�kologen, Schilddr�senspezialisten und Kinder�rzte hier zusammenarbeiten.

 

Auswirkungen der Therapie  

War die Behandlung der Schilddr�sen�berfunktion erfolgreich, sinkt die Hormonproduktion, der Stoffwechsel normalisiert sich und das K�rpergewicht nimmt wieder zu. Manchmal sogar �ber das alte Ma� hinaus, da die E�gewohnheiten noch auf die erh�hte Stoff- wechsellage zugeschnitten sind.

Bleibt auch zu bedenken, dass eine erst mal vorhandene Muskelschw�che Zeit braucht, bis sie wieder behoben ist. Ein sofortiges Umherspringen ist damit nicht zu erwarten.

 

Ruhe und Schonung  

Einer �berdrehten Schilddr�se kann man mit Ruhe und Schonung entgegentreten. Schlafen und spazieren gehen tun den Patienten gut. Den Angeh�rigen wird hier viel Verst�ndnis abverlangt, da �u�erlich alles normal aussieht, im Inneren aber noch ein Sturm tobt. Des weiteren sollten Sonnenb�der und Sport vermieden werden. Selbstverst�ndlich geh�rt auch das Rauchen zu den Dingen, die unterlassen werden sollten.

 

Vermeidung von Jod  

Bei einer Schilddr�sen�berfunktion sind jodhaltige Nahrungsmittel tabu. Hochseefisch sollte nicht auf dem Men�plan stehen. Aber da vorher ein Jodmangel aufgrund der Ern�hrung entstand, wird das nicht das Problem sein.

Radiojodtherapie
Die Radiojodtherapie wird heute weltweit millionenfach in einem Zeitraum von �ber 50 Jahren eingesetzt. Das radioaktive Jod wird bevorzugt von Hormonzellen aufgenommen, deren Stoffwechsel gesteigert ist. Beim Morbus Basedow sind alle Zellen betroffen, bei der Autonomie werden die erkrankten Teile erreicht. So wird ungelegenes Schilddr�sengewebe sauber, gr�ndlich und komplikationslos ausgeschaltet und damit auch die Hyperthyreose. Die Bestrahlung spielt sich vor Ort ab und bleibt auf diesen begrenzt. Die Dosis wird individuell ermittelt und ist orientiert an "so wenig wie m�glich, so viel wie n�tig". Das umliegende Gewebe wird nicht verstrahlt und nimmt keinen Schaden. Aus Strahlenschutz- gr�nden l�uft die Therapie unter station�ren Bedingungen ab. Da das Radiojod seine Sache zwar gr�ndlich macht, dauert sie daf�r etwas l�nger. Erst nach 4 Wochen entfaltet sie ihre Wirkung. Ab da muss auf eine Schilddr�senunterfunktion geachtet werden.


Operation
Die Schilddr�senoperationen geh�ren heute auf Platz 3 der H�ufigkeitsrangliste, nach Blinddarm und Leistenbruch. Die Operation wird bei gro�en Kr�pfen, die z.B. die Luftr�hre einengen durchgef�hrt, oder bei knotigen Ver�nderungen. Manche Knoten nehmen kein Jod mehr auf, so dass eine Radiojodtheapie nicht anschlagen w�rde. Die Operation wird erst durchgef�hrt, wenn eine medikament�se Vorbehandlung den Stoffwechsel normalisiert hat. Auf diesem Wege wird der Patient die Hyperthyreose am schnellsten los. Durch die Entfernung oder ein kleinen Restverbleib der Schilddr�se kann es zu einer Unterfunktion kommen, die dann mit Schilddr�senhormonen-Tabletten therapiert werden m�ssen. Es gilt aber: Lieber einen gesunden Menschen mit Unterfunktion, als einen psychisch Belasteten mit �berfunktion.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Ganz im Gegensatz zur �berfunktion, steht hier dem K�rper zu wenig Schilddr�senhormon zur Verf�gung. Ursachen sind angeboren, entstanden durch Entz�ndungen oder extreme Jodmangelsituationen.

Die Schilddr�sen Unterfunktion (Hypothyreose) entwickelt sich allm�hlich. Da s�mtliche K�rperzellen vom Schilddr�senhormon abh�ngig sind wirkt sich deren Mangel auch �berall aus. �ber 2/3 der Patienten klagen �ber Leistungsminderung, Schw�che, Lethargie, M�digkeit, Frieren, Verstopfung, Ged�chtnisverminderung. Der insgesamt herabgesetzte Stoffwechsel gepaart mit k�rperlicher Unt�tigkeit, aber gleicher Nahrungszufuhr, f�hrt dann zum �bergewicht. Weitere k�rperliche Befunde dr�cken sich aus in Wassereinlager- ungen, in den Lidern sorgt das Wasser f�r Schwellungen. Die Finger werden dick. Die Haut wird trocken und blass und manchmal auch fleckig.

Behandlung der Schilddr�senunterfunktion

Da die Schilddr�senunterfunktion die Auswirkung des Mangels an Hormone ist, besteht die Therapie aus der Gabe von Schilddr�senhormonen wie z. B. Thyroxin (T4).Das synthetisch hergestellte Hormon ist dem k�rpereigen identisch, so dass bei richtiger Dosierung keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.